Die 4 Temperamente

Die Unterteilung der Menschen in 4 verschiedene Temperamente hat ihre Wurzeln im Griechendland der Antike und geht auf Plato und Hippokrates zurück. Auch auf diesen Seiten wird eine Unterteilung vorgenommen, die im Wesentlichen auf den Arbeiten von David Keirsey basiert. Keirsey orientierte sich dabei vor allem an Plato und nannte seine 4 Temparamente Artisans, Guardians, Idealisten und Rationalisten. Die vier Temperamente unterschied er weiter in jeweils 2 Rollen und diese wiederum in 2 Rollenvarianten – so erhielt er am Ende seine 16 Charaktertypen.

Artisans/Erschaffer denken konkret und zeichnen sich durch ihre Anpassungsfähigkeit aus. Sie streben nach Neuem, nach Anregung und danach neue Fertigkeiten zu erwerben. Für sie ist es wichtig bedeutend zu sein und etwas zu verändern. Besonders geschickt sind sie, wenn es um taktisches Vorgehen geht. Deshalb liegen ihre Talente vor allem in der schnellen Lösung von Problemen und dem Einsatz von Werkzeugen und Instrumenten. Keirsey unterscheidet 2 Rollen, die Artisans ausfüllen:

  • Operatoren sind Artisans, die sich vor allem mit dem Ausführen von Vorhaben beschäftigen. Sie unterteilen sich in die 2 Rollenvarianten der introvertierten Mechaniker (ISTPs) und der extrovertierten Förderer (ESTPs).
  • Unterhalter sind Artisans, die sich vor allem auf ihre Improvisationstalent verlassen. Ihre 2 Rollenvarianten sind die introvertierten Künstler (ISFPs) und die extrovertierten Darsteller (ESFPs).

Guardians/Bewahrer denken ebenfalls konkret und gehen strukturiert und organisiert vor. Sie suchen nach Sicherheit und Zugehörigkeit und zeichnen sich vor allem durch Verantwortungsgefühl und Pflichterfüllung aus. Ihre große Stärke liegt in der Organisation. Daher eignen sie sich hervorragend für logistische Aufgaben wie das Ermöglichen, Planen, Durchführen und Überwachen von Vorgängen. Keirsey unterscheidet folgende 2 Rollen unter den Guardians:

  • Administratoren sind Guardians, die sich um Regulierung und administrative Aufgaben kümmern. Die 2 Rollenvarianten sind die introvertierten Prüfer (ISTJs) und die extrovertierten Aufseher (ESTJs).
  • Konservierer sind Guardians, die in erster Linie andere unterstützen. Sie spalten sich in die 2 Rollenvarianten der introvertierten Beschützer (ISFJs) und der extrovertierten Versorger (ESFJs) auf.

Idealisten denken abstrakt und messen Emotionen große Bedeutung bei. Sie suchen nach Sinn und Bedeutung im Leben und streben stets nach persönlichem Wachstum und danach ihre einzigartige Identität zu entwickeln. Ihr besonderes Talent liegt in der Diplomatie und entsprechend machen sie immer eine gute Figur, wenn es darum geht zu vermitteln, zu vereinen und zu inspirieren. Keirsey sieht 2 Rollen, die Idealisten ausfüllen:

  • Mentoren sind Idealisten, die sich vor allem mit ihrer eigenen Entwicklung und der anderer befassen. Die 2 Rollenvarianten sind hier die introvertierten Berater (INFJs) und die extrovertierten Lehrer (ENFJs).
  • Advokaten sind Idealisten, deren Fähigkeiten vor allem in der Vermittlung zwischen Menschen liegen. Die 2 Rollenvarianten sind die introvertierten Heiler (INFPs) und die extrovertierten Visionäre (ENFPs).

Rationalisten denken abstrakt und vertrauen auf Objektivität. Sie streben nach Selbstkontrolle und Meisterschaft in ihren Fertigkeiten. Sie befassen sich entsprechend am liebsten damit ihr Wissen und ihre Kompetenzen zu erweitern. Ihr großes Talent liegt in der strategischen Planung. Daher eignen sie sich besonders für logische Aufgaben wie Konzeptionalisieren, Theorieentwicklung und Koordination. Die 2 Rollen der Rationalisten sind:

  • Koordinatoren sind Rationalisten, die vor allem arrangieren und koordinieren. Sie unterscheiden sich in die 2 Rollenvarianten der introvertierten Wissenschaftler (INTJs) und der extrovertierten Feldmarschälle (ENTJs).
  • Ingenieure sind Rationalisten, die besonders effektiv konstruieren und entwickeln. Ihre 2 Rollenvarianten sind die introvertierten Archtiekten (INTPs) und die extrovertierten Entwickler (ENTPs).