Die 4 Präferenzen

Dieser Test orientiert sich am Charaktertypen-Modell von Myers-Briggs aus dem Jahr 1962. Zur Auswertung werden vier dichotome Präferenzen abgefragt und als vierstelliger Buchstabencode ausgegeben, der einen von 16 verschiedenen Charaktertypen beschreibt. Die vier Präferenzen und ihre gegenüberliegenden Pole sehen wie folgt aus:

E  Extraversion  –  Introversion  I
S  Sensing  –  Intuition  N
T  Thinking  –  Feeling  F
J  Judging  –  Perceiving  P

Extraversion vs Introversion

„Extraversion“ und „Introversion“ beschreiben, ob jemand eher in einer ‚äußeren Welt‘ der Menschen, Handlungen und Dinge lebt, oder in einer ‚inneren Welt‘ der Ideen und der Reflektion. Extrovertierte Menschen haben typischerweise große Bekanntenkreise und sind viel unterwegs. Meist handeln sie erst und reflektieren später. Sind sie inaktiv, leiden ihre Stimmung und Motivation. Demgegenüber kostet es introvertierte Menschen Energie, wenn sie lange sozialen Situationen ausgesetzt sind. Sie überdenken Dinge zunächst gründlich und handeln dann. Um sich zu regenerieren ziehen sich introvertierte Menschen zurück und suchen Ruhe und Reflektion.


Sensing vs Intuition

Das „Sensing“/“Intuition“-Paar ist die Wahrnehmungs-Funktion und beschreibt die Art und Weise wie Informationen, die man aus seiner Umwelt erhält, verstanden und interpretiert werden. Menschen die „Sensing“ bevorzugen, vertrauen eher auf konkrete Fakten und ihre fünf Sinne. Sie misstrauen Eingebungen und Ahnungen. Für sie steckt die Bedeutung in den Tatsachen und Details. Auf der anderen Seite vertrauen die, die „Intuition“ präferieren, auch abstrakteren und theoretischeren Informationen. Sie setzen Informationen zu anderen Informationen in Beziehung und suchen nach Mustern. Für sie steckt die Bedeutung in den Prinzipien, die den Tatsachen zugrunde liegen.

Thinking vs Feeling

„Thinking“ und „Feeling“ sind die Entscheidungs-Funktionen. Sie bestimmen wie die Daten, die durch die Wahrnehmungs-Funktion („Sensing vs Intuition“) aufgenommen werden, genutzt werden um Entscheidungen zu treffen. „Thinker“ treffen Entscheidungen von einem eher unpersönlichen Standpunkt aus und richten sich danach was sinnvoll, logisch und konsistent ist. „Feeling“-Typen setzen bei ihrer Entscheidungsfindung auf Empathie und denken persönlicher. Ihr Ziel ist es vor allem Konsens und Harmonie herzustellen. „Thinker“ haben oft Schwierigkeiten mit inkonsistentem oder unlogischem Verhalten Anderer und scheuen sich nicht dies auch zu äußern. Meist ist ihnen die Wahrheit wichtiger als taktvoll zu bleiben.


Judging vs Perceiving

„Judging“ und „Perceiving“-Typen unterscheiden sich in ihrem Lebensstil und ihrer Art zu Handeln voneinander. „Judging“-Typen bevorzugen es wenn Angelegenheiten entschieden und erledigt sind. Sie brauchen Struktur und Ordnung und stellen diese auch her, etwa durch konkrete Pläne oder To-Do-Listen. „Perceiving“-Typen dagegen halten sich ihre Optionen lieber offen. Sie befassen sich am liebsten damit wonach ihnen grade der Sinn steht und meiden einengende Strukturen. Sie sind meist geschickt im Improvisieren, neigen dafür aber auch zur Unordnung.